Pressemitteilung vom 03.02.2017

Nachdem bereits Heimatminister Markus Söder gegenüber dem Coburger Landtagsabgeordneten und Staatssekretär a.D. Jürgen W. Heike schriftlich die ablehnende Haltung der Bayerischen Staatsregierung bestätigt hatte, sprechen sich jetzt nun auch Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und Staatssekretär Pschierer gegen die angedachten Stromtrassen P44 und P44mod durch das Coburger Land aus. Sie wollen sich vielmehr für die Umsetzung des Projektes P43mod (Mecklar-Urberach) einsetzen. Dies geht aus einem entsprechenden Schreiben des Wirtschaftsministeriums an den Abgeordneten Jürgen W. Heike hervor.

Der am 31.01.2017 veröffentlichte, neue Netzentwicklungsplan Strom 2030 sei lediglich die Einschätzung der Übertragungsnetzbetreiber und stelle keine gesetzliche Bestätigung dar, dass ein solcher Übertragungsbedarf überhaupt benötigt werde. Insoweit enthält der neue NEP 2030 keine Änderungen gegenüber dem NEP 2025, so das Wirtschaftsministerium. Ferner weise der neue Netzentwicklungsplan an mehreren Stellen sogar darauf hin, dass, nach wie vor und wie von Bayern gefordert, eine Aufrüstung der Bestandstrassen wie der P43mod als Alternative in Frage kommen.

„Da es noch zu keiner Novellierung des Bundesbedarfsgesetzes gekommen ist, liegt auch noch keine endgültige Entscheidung vor, welcher Alternative gefolgt werde“, so Heike, MdL. „Es bleibt wichtig, geschlossen gegen die Verschandelung unserer Heimat vorzugehen, aber gegenüber der nun herrschenden Aufregung wegen der Veröffentlichung des Netzentwicklungsplanes 2030 gibt es insoweit Entwarnung, dass damit wieder einmal noch nichts entschieden sei.“

Text: ne